Jugendliche – feste Zahnspange

Was ist eine feste Zahnspange?

Jeder kennt die festen Zahnspangen, heute bei fast jedem zweiten Jugendlichen zu bewundern. Es gibt unterschiedlichste Systeme – aus Metall , aus Keramik, aus Plastik, an der Zahninnenseite oder Außenseite befestigt, mit eigener Klappe oder ohne. Allen gemeinsam ist: Sie bestehen stets aus  Halteelementen (= Brackets), die auf den Zahn geklebt werden. In diesem Bracket wird ein Drahtbogen befestigt, der die Zähne miteinander verbindet. Das Material, die Dimension und die Form dieses Drahtes entscheidet über die Stärke der Kraft, die auf die Zähne abgegeben wird.

Was sind die Vorteile einer festen Zahnspange?

Da jeder Zahn ein eigenes Bracket hat, lässt sich jeder Zahn einzeln und in allen Raumdimensionen bewegen. Dieses ist vor allem wichtig, wenn Zähne nicht nur gekippt, sondern auch die Zahnwurzeln über längere Strecken bewegt werden müssen. Hier sind die festen Zahnspangen den Schienensystemen überlegen.

Für manche Patienten ist es vorteilhaft, dass man feste Zahnspangen eben nicht herausnehmen kann. Ganz besonderer Wert ist bei festen Zahnspangen auf die Mundhygiene zu legen.

Ihre Behandlung mit festen Außenzahnspangen

Unverbindliches Beratungsgespräch / Diagnose

  • In einem unverbindlichen Gespräch stellen wir Euch das Konzept der festen Außenzahnspange und andere für Euch in Frage kommende Behandlungskonzepte vor.
  • Wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung ist die ausführliche Indikationsstellung und spätere Therapieplanung durch einen erfahrenen Kieferorthopäden. Aber auch andere den Patienten betreffende Aspekte wie Ganztagesschule, sportliche Aktivitäten, das Spielen von Blasinstrumenten etc. werden erfragt und fließen in die Therapieplanung mit ein.
  • Besteht Interesse an einer Behandlung, wird in einem separaten Termin eine ausführliche Befundung der Zähne und der umgebenden Strukturen erstellt. Hierzu gehören auch Röntgenbilder, Abformungen, Gipsmodelle, intra- und extraorale Fotos, eine Funktionsuntersuchung der Halswirbelsäule, des Kiefergelenkes und der Kaumunkeln.
  • Wir erstellen einen ausführlichen Therapieplan einschießlich eines Heil- und Kostenplans, den wir in einem Folgeberatungsgespräch erläutern. Auf dieser Grundlage können Sie eine Kostenübernahme mit Ihrer privaten Krankenversicherung klären bzw. bei Selbstzahlern unsere Ratenzahlungsmodelle überdenken. Bei gesetzlich versicherten Patienten klären wir die Kostenübernahme mit der Krankenkasse ab und beraten sie über zusätzliche Leistungen.

 

Ablauf der Behandlung

  • Der erste Termin ist eine erneute Mundhygienekontrolle. Wir setzten feste Zahnspangen im Interesse unerer Patienten nur ein, wenn die Mundhygiene wirklich gut ist. Denn niemanden ist geholfen, wenn die Zähne gerade, aber kaputt sind. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird eine Abformung vom Ober- und Unterkiefer zur Modellherstellung und Planung der festen Zahnspange angefertigt. Außerdem wird das Vorgehen beim Einsetzen der festen Zahnspange genauestens vorbesprochen und auf Fragen (z.B. Gibt es Schmerzen? Was kann ich essen? Wie putzen? etc.) eingegangen. Damit können wir eventuell vorhandene Ängste nehmen.
  • Eingesetzt wird die feste Zahnspange mit der indirekten Klebetechnik, d.h. die Brackets werden nach dem Vermessen der Zähne auf einem Modell bereits an die richtige Position auf das Modell geklebt. Mit Hilfe einer Übertragungskappe werden die Brackets dann auf die Zähne geklebt. Dieses Verfahren geht schnell und ist sehr genau. Anschließend wird ein ganz dünner, superelastischer, die Brackets verbindender Bogen eingegliedert, der eine leichte kontinuierliche Kraft auf die Zähne abgibt. So werden die Zähne allmählich in die richtige Position bewegt.
  • Jetzt finden alle 4-6 Wochen kieferorthopädische Kontrollen statt, bei denen die Zahnstellung kontrolliert wird. Je nach Fortschritt der Zahnbewegung wird ein Bogenwechsel vorgenommen.
  • Alternierend zu den kieferorthopädischen Kontrollterminen finden spezielle kieferorthopädische Zahnreinigungen statt, bei denen noch vorhandene Beläge sichbar gemacht (Anfärben + Foto zur Dokumentation und Motivation – Foto wird mit nach Hause gegeben) und Verbesserungen der Mundhygiene besprochen werden. Anschließend wird der Bogen entfernt und die Zähne gereinigt, imprägniert (fluoridiert) und die Bakterienzahl in den vielen Nischen reduziert (mittels eines Chlorhexidinlackes).
  • Um die richtige Wurzelausrichtung der Zähne zu kontrollieren wird nach ca. 4-6 Monaten ein Röntgenbild (OPG) angefertigt. Je nach Befund werden evtuell Brackets umgeklebt.
  • Wenn die Kiefer zueinander verschoben werden müssen, kommen häufig Gummizüge zum Einsatz. Diese werden oft anfangs nur nachts, dann aber tag und nachts, also immer außer beim Essen und Zähneputzen getragen. Häufig hängt von dem disziplinierten Tragen dieser Gummizüge die Gesamtdauer der festen Zahnspange ab.
  • Gegen Ende der Behandlung werden erneut Abformungen für eine Zwischendiagnostik erstellt, um die Verzahnung der Zähne auch von innen beurteilen zu können. Erst wenn alles perfekt ist, wird die feste Zahnspange entfernt.

Abschluss der Behandlung

Nach der Behandlung ist es erforderlich, den erreichten Status zu fixieren. Dazu kann ein Retainer an der Innenseite der Zähne befestigt werden. Das ist ein unsichtbarer, kaum spürbarer Draht (Bild).  Alternativ werden lose Zahnspangen nachts zum Festhalten getragen.

Behandlungserfolge mit fester Zahnspange


Feste Zahnspangen sind immer noch das Hauptbehandlungmittel bei Jugendlichen. Bei guter Mitarbeit liegt die Zielerreichung bei 99 Prozent.

Wichtig ist während der ganzen Behandlung die gute Mundhygiene, d.h. nach jedem Essen sollten die Essensreste, die in der festen Zahnspange hängen geblieben sind, entfernt werden.

Unser Hauptziel neben der Gesunderhaltung der Zähne und dem tollen Ergebnis ist, dass die feste Spange möglichst kurz im Mund ist. Wir versuchen wenn möglich eine Behandlungzeit mit fester Zahnspange von 1- 1,5 Jahren nicht zu überschreiten. Das gelingt bei extremen Zahnfehlstellungen nicht, aber bei normaler Problematik sehr häufig durch die Vorbehandlung mit losen Zahnspangen, ein selbstligierendes Bracketsystem (z. B. Speed-Brackets), die indirekte Klebetechnik, superelastische Bögen und eine straffe Behandlungsplanung.

Wir zeigen Ihnen gerne Gipsmodelle und Fotos von abgeschlossenen Behandlungen, die Ihrer Zahnfehlstellung ähneln.

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