Kinder – konventionell

Konventionelle kieferorthopädische Frühbehandlung

Konventionell – was verstehen wir darunter?

Heute wissen wir, dass die Ursachen von Zahn- und Kieferfehlstellungen neben genetischen Aspekten vor allem Habits und Fehlfunktionen sind.

Werden diese Fehlfunktionen wie Daumenlutschen, Schnullern, Mundatmung, mangelnder Lippenschluss, Einlagerung der Unterlippe hinter die oberen Zähne und falsches Schluckmuster jahrelang ausgeübt, verändern sie das Wachstum der Kiefer und damit auch die Stellung der Zähne.

Die gesetzliche Krankenkasse bezuschusst kieferorthopädische Frühbehandlungen aber erst, wenn eine bestimmte messbare Zahnfehlstellung wie z.B. ein Kreuzbiss oder eine Frontzahnstufe von größer 9mm eingetreten ist. Erst wenn das Fehlwachstum und damit die Fehlstellung von Kiefern und Zähnen eingetreten ist, kann eine Behandlung über die gesetzliche Krankenkasse beantragt werden.

Dieses ist kein prophylaktischer, moderner kieferorthopädischer Therapieansatz und wird deswegen von uns als konventionell bezeichnet. Innerhalb dieses konventionellen Therapieansatzes erbringen wir Leistungen, die auch von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschussst werden.

Wenn Sie mehr über den ursächlichen und prophylaktischen Therapieansatz erfahren möchten, können Sie auf diesen Link gehen:


mykie = natürlich und gesund wachsen

Konventionelle Frühbehandlung

Unverbindliches Beratungsgespräch / Diagnose

  •  Nach ausführlicher Untersuchung und Diagnosestellung, dass eine Indikation für eine kieferorthopädische Frühbehandlung vorliegt (dieses betrifft nur die GKV-Patienten), wird ein neuer Termin zur Erstellung der Anfangsdiagnostik vereinbart.
  • Bei der Anfangsdiagnostik wird die klinische Befundung vervollständigt und es werden Abformungen der Zähne, einige Fotos und Röntgenbilder gemacht. Nach Auswertung durch unser Ärztteam wird ein Therapievorschlag für Sie und ein Behandlungsplan für die Krankenkasse erstellt. Das Bild zeigt ein Beispiel: Die herausnehmbare Zahnspange Twin-Block zur Verbreiterung des Oberkiefers und Vorverlagerung des Unterkiefers.
  • In einem Folgeberatungsgespräch besprechen wir erneut das geplante Vorgehen.

 

Ablauf der Behandlung

  • Das Wichtigste: Fast alle Kinder wollen am Anfang eine lose bunte Zahnspange, aber nach kurzer Zeit wird es lästig. Sie benötigen dann die motivierende Unterstützung Ihrer Eltern!
  • Wenn wir alle zu unterschreibenden Unterlagen von ihnen haben und der Behandlungsplan von der Krankenkasse genehmigt ist wird in der Regel zu aller erst eine neue Abformung gemacht. Dieses ist nötig, da sich die Zahnsituation ja permanent ändert und die Spange sonst nicht perfekt passt. Wenn eine lose Spange geplant ist, darf sich Ihr Kind eine oder mehrere Farben für die Spange aussuchen.
  • Beim Einsetztermin wird Ihrem Kind bei einer losen Spange genau erklärt, wie sie eingesetzt und herausgenommen wird. Auch die Reinigung der Spange wird besprochen.
  • Falls die Aktivierung einer Schraube notwendig ist, wird ein Schraubschlüssel mitgegeben. Diese Aktivierung sollte von den Eltern oder zumindest unter ihrer Kontrolle vorgenommen werden.
  • Alle Erklärungen werden Ihnen zusätzlich auch schriftlich mitgegeben.
  • Die angewiesene Tragezeit muss unbedingt eingehalten werden. Dafür geben wir häufig eine Tragezettel mit, in den die Tragezeiten eingetragen werden. Er dient vor allem zur Selbstkontrolle.
  • Weitere Kontrolltermine sind in der Regel alle 2 – 8 Wochen und dauern ca. 15 Minuten.
  • Regelmäßige Mitarbeit ist bei jeder kieferorthopädischen Behandlung erforderlich. Die Kinder werden von uns ermutigt, selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusätzlich ist aber die Unterstützung von Seiten des Elternhauses notwendig und sehr wichtig.

 

Abschluss der Behandlung

Eine konventionelle Frühbehandlung nach den Vorgaben der gesetzlichen Krankenkassen dauert 6 Quartale, das sind 18 Monate. Danach kann das Ergebnis durch das nächtliche Tragen der letzten Zahnspange stabilisiert werden.

Möchten Sie mehr über „mykie“ erfahren, den prophylaktischen und ursächlichen Therapieansatz, Zahn- und Kieferfehlstellungen zu behandeln ?

Dann schauen Sie weiter unter mykie = myofunktionelle Kieferorthopädie

Erfolge der konventionellen Kieferorthopädie

Kinder im Alter von 5 – 10 Jahren sind oft sehr leicht motivierbar und damit sehr zugänglich für eine kieferorthopädische Behandlung. Deswegen haben wir auch sehr gute Erfolge.

Problematisch an der konventionellen Frühbehandlung ist der rein mechanische Ansatz, d.h. es werden nur die Zähne und Kiefer korrigiert und man hofft, dass sich die Ursachen der Zahnfehlstellung, nähmlich die myofunktionellen Fehlfunktionen, von selbst korrigieren. Während der Zeit, in der die Zahnspangen getragen werden, ist es oft nicht möglich, diese Fehlfunktionen zu korrigieren, da die Spange häufig die regelrechte Zungenfunktion stört. Da die Frühbehandlung schon noch 18 Monaten zu beenden ist, bleibt für die eigentliche Umstellung der Fehlfunktionen wenig Zeit.

Oft ist es ein langer Weg, bis z.B. die bewußt richtig ausgeführte Zungenfunktion beim Schlucken auch im Unbewußten richtig ausgeführt werden. Aber das muss natürlich das Ziel sein, denn nur so bleibt die erreichte Zahnkorrektur der Frühbehandlung stabil.

Hierin sehe ich auch die Ursache, dass konventionelle Frühbehandlungen in der Literatur so kritisch bewertet werden unter dem Aspekt der Stabilität und Kosteneffizienz.

Hier möchten wir einen neuen Weg gehen mit unserem Frühbehandlungskonzept myofunktionelle Kieferorthopädie.


mykie = natürlich und gesund wachsen

Wissen

Gerade Zähne ein Leben lang?

Gerade Zähne ein Leben lang?

Clear-Aligner.eu

Clear-Aligner.eu

DGAO

DGAO

Stellungnahme der DGKFO zur Behandlung mit Alignern

Stellungnahme der DGKFO zur Behandlung mit Alignern