Kinder – mykie: natürlich und gesund wachsen

Schnelltest für Eltern

Mundatmung, offene Lippenhaltung und/oder ein falsches Schluckmuster sind wesentliche Ursachen für ein falsches Wachstum des Gesichts und der Kiefer. Der daraus häufig resultierende Platzmangel in den Kiefern führt zu Zahnfehlstellungen.

Mit myofunktioneller Kieferorthopädie können Sie gezielt vorbeugen: Man kann nicht früh genug beginnen!

Myofunktionelle Kieferorthopädie

Man kann nicht früh genug beginnen

Mundatmung, offene Lippenhaltung (Bild) und/oder ein falsches Schluckmuster sind wesentliche Symptome für ein falsches Wachstum des Gesichts und der Kiefer. Die Kiefer wachsen nicht genügend in die Breite, daraus resultiert ein Platzmangel mit schiefen Zähnen.“mykie“ steht für „myofunktionelle Kieferorthopädie“ (myo= griechisch für Muskel) und meint die Wiederherstellung der Balance der Muskelpartien rund um den Mund, welche für das Wachstum der Kiefer und die Stellung der Zähne wesentlich ist. „mykie“ wurde entwickelt, um bereits im Alter von 5 – 9 Jahren den Wachstumsprozess der Kiefer und somit die Stellung der Zähne in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn in dieser Entwicklungsphase findet ein Großteil des Gesichts- und Kieferwachstums statt.

Durch das Frühbehandlungskonzept mykie schaffen wir Platz im Mund. Das erlaubt den bleibenden Zähnen, sich von Beginn an naturgemäß gerade auszurichten. „mykie“ ist aus unserer klinischen Sicht eine ganzheitliche, nachhaltige und schonende Behandlungsmethode.

Unsere Erfahrung: Das mykie-Training macht Spaß und bietet viele weitere wichtige Vorteile für die langfristige Gesundheit Ihres Kindes. Es geht jedoch nicht ohne gemeinsamen Einsatz. Die kontinuierliche Mitarbeit des Kindes – liebevoll unterstützt durch Erinnerungen der Eltern – ist der wichtigste Erfolgsfaktor! Die gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten für diese Therapie in der Regel nicht erstatten.

 

Ihr Kind wird ein Leben lang von mykie profitieren

  • Vermeidung oder Verkürzung einer Zahnspangentherapie im Jugendalter
  • Kein Ziehen von gesunden Zähne aufgrund eines ausgeprägten Platzmangels, mykie schafft rechtzeitig Platz für alle Zähne
  • frühzeitige Ausformung der Kiefer und damit gerade Zähne, kein jahrelanges Hänseln wegen schiefer Zähne, keine vorstehenden Zähne mit einer vergrößerten Traumagefahr.
  • bessere Stabilität der erreichten Ergebnisse, weil an den Ursachen für die Zahnfehlstellung gearbeitet wurde.
  • Umstellung von Mund- auf Nasenatmung mit weiteren positive Auswirkungen auf die Gesundheit ihres Kindes (dazu mehr unter der Rubrik „Wissen“)

mykie – die kieferorthopädische Frühbehandlung

Unverbindliches Beratungsgespräch / Diagnose

  • In einem unverbindlichen Erstgespräch mit Untersuchung ihres Kindes erklären wir Ihnen und Ihrem Kind, inwieweit Ihr Kind vom mykie-Konzept profitieren kann.
  • Wenn ein kieferorthopädischer und myofunktioneller Behandlungsbedarf festgestellt wurde, laden wir Sie zu unserem kostenlosen Elternabend ein, an dem wir Sie umfangreich über die Ursachen von Zahnfehlstellungen und unser Therapiekonzept mykie aufklären werden.
  • Wenn Sie eine Behandlung in unserer Praxis wünschen, ist der nächste Termin eine Anfangsdiagnostik. Hier wird die klinische Befundung vervollständigt, es werden Abdrücke für ein Gipsmodell vom Kiefer Ihres Kindes genommen, Fotos und bei Bedarf Röntgenbilder erstellt sowie ein ausführlicher myofunktioneller Befund von einer Logopädin bzw. Atemtherapeutin erhoben. Daraufhin wird von unserem Ärzte- und Therapeutenteam die Auswertung und eine individuelle Therapieplanung erstellt. Auch ein Kostenplan wird für Ihre private oder – wenn kriterienkonform nach KIG (kieferorthopädische Indikationsgruppen) – für die gesetzliche Krankenkasse angefertigt. Die Kritierien nach KIG für die kieferorthopädische Frühbehandlung sind leider sehr eng, sodass viele sinnvolle Behandlungen in diesem Frühbehandlungsbereich nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Wir bieten in solchen Fällen Ratenzahlungsmodelle an.
  • In einer weiteren Folgeberatung wird die Behandlung besprochen und noch offene Fragen geklärt. Und wenn alle Unterlagen unterschreiben zurück sind, dann kann es auch schon losgehen!

 

Ablauf der Behandlung

  • Wenn wir mehrere gleichaltrige Kinder mit der gleichen Problemstellung haben, werden wir Gruppenstunden stattfinden lassen. Mit anderen zusammen macht es einfach mehr Spaß!
  • Tägliche Wiederholungen (5 min.) anhand von Anleitungen, Videos oder Apps helfen, Gelerntes zu automatisieren.
  • Zusätzlich erhält Ihr Kind ein Trainingsgerät (Myobrace, Bild), welches es nachts und eine Stunde am Tag trägt. Dieses trägt wesentlich dazu bei, die Muskelfunktionen und die Entwicklung der Kiefer zu korrigieren.
  • Bei ausgeprägtem Fehlwachstum wird eine Vorbehandlung mit einer losen Zahnspange (Bioblock, Bild) durchgeführt. Diese erweitert den knöchernen Oberkiefer und damit auch die Nase einschließlich der Atemwege (Schnarchprophylaxe).
  • Ein praxisinternes Belohnungssystem unterstützt Ihr Kind beim Entwickeln und Aufrechterhalten seiner Motivation.
  • Regelmäßige Mitarbeit ist bei jeder kieferorthopädischen Behandlung erforderlich. Die Kinder werden von uns ermutigt, selbst die Verantwortung für ihr Ziel zu übernehmen. Zusätzlich ist aber die Unterstützung von Seiten des Elternhauses notwendig und sehr wichtig.
  • Für die aktive Umstellungstherapie der Myofunktionen einschließlich kieferorthopädischer Ausformung sehen wir einen Zeitraum von 1,5 Jahren vor. Hier finden Kontrollen bzw. Remotivationen i.d.R. alle 4 Wochen statt.
  • Die aktive Behandlung ist erfolgreich beendet, wenn Ihr Kind normalerweise durch die Nase atmet, regelrecht schluckt mit der Zunge oben am Gaumen und auch sonst in Ruhe die Zunge oben am Gaumen ist. Nur so können die Kiefer weiter natürlich und gesund wachsen.
  • Anschließend folgt eine einjährige Nachhaltigkeitsphase mit größeren Terminintervallen. In dieser Phase werden die Trainingsgeräte nur noch nachts getragen und die umgestellten Myofunktionen weiter im Alltag gefestigt (Automatisierung).

 

Abschluss der Behandlung

  • Da Fehlfunktionen aber sehr schwer zu korrigieren sind und nach Abschluss der Frühbehandlung noch Wachstum stattfinden wird, empfehlen wir zur weiteren Automatisierung der neu erlernten Funktionsmuster, das letzte Trainingsgerät weiter nachts zu tragen. Erst nach dem Durchbruch aller bleibenden Zähne sollte die Behandlung endgültig abgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt können auch, wenn notwendig und gewünscht, weitere ästhetische Ausformungen diskutiert werden. Das spätere Festhalten der Zähne in der erreichten Position (Retention) ist bei erfolgreicher Behandlung nur in viel geringerem Maße notwendig, da ja die Ursachen der Zahnfehlstellung beseitigt wurden.

Erfolge der myofunktionellen Kieferorthopädie


In zivilisierten Ländern haben 80% aller Kinder schiefe Zähne. Obwohl sich die Symptome schon sehr früh etwa ab dem 3. Lebensjahr zeigen können, empfehlen Zahnärzte normalerweise abzuwarten, bis das Kind älter ist, um dann mit festen Zahnspangen und ggf. mit der Entfernung von Zähnen zu behandeln. Meist wird die Behandlung verschoben, bis das Kind etwa 12–14 Jahre alt ist. Dann aber sind oft schon schwerwiegende Zahn- und Kieferfehlstellungen entstanden, die eine aufwändige und lange Korrektur benötigen. Außerdem wissen wir alle, dass das Problem damit nicht dauerhaft gelöst ist, denn sobald die Zahnspange entfernt wird, kommt es fast mit Sicherheit zu einem Rückfall und die Zähne verschieben sich wieder (außer die Zähne werden lebenslang mit einer Nachtspange oder einem geklebten Drahtretainer festgehalten).

Zahnengstände treten aber nicht ohne Grund auf, sondern sind sowohl ein Symptom als auch ein Alarmsignal dafür, dass sich Kiefer und Gesicht des Kindes nicht regelgerecht entwickeln. Durch die über 25-jährige intensive Forschungsarbeit hat Myofunctional Research Co. (MRC) belegt, weshalb so viele Kinder schiefe Zähne aufweisen. Verantwortlich hierfür sind hauptsächlich schlechte orale Angewohnheiten (myofunktionelle Fehlfunktionen), vor allem Mundatmung und falsches Schlucken, in Kombination mit den Kräften von Zunge, Wangen und Lippen. Um zu verhindern, dass es später im Leben zu schwerwiegenderen Problemen (ungenügende Entwicklung der Kiefer und des Gesichtes -> verkleinerte Atemwege -> Schnarchen etc.) kommt, können und sollten diese schlechten Gewohnheiten so früh wie möglich behandelt werden. Die frühe Behandlung kann zudem Ergebnisse erzielen, die nicht mehr möglich sind, wenn das Wachstum des Gesichts und der Kiefer einmal abgeschlossen sind.

Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage arbeiten wir vor allem bei der kieferorthopädischen Frühbehandlung mit einem anderen ganzheitlicheren Ansatz. Die hochmodernen Myobrace®-Apparaturen von MRC korrigieren schädliche myofunktionelle Gewohnheiten bei Kindern im Wachstum und verbessern die Entwicklung von Zähnen und Gesicht. Hierdurch können kieferorthopädische Probleme viel früher korrigiert werden als mit herkömmlichen Behandlungsmethoden – und das zumeist ohne feste Zahnspange und ohne Zähne zu ziehen, denn: „Warum soll ein Zahn schief herauskommen, wenn er genügend Platz im Kiefer hat und keine unphysiologischen Kräfte wie z.B. eine falsche Zungenfunktion auf ihn einwirken?“

Sicher genauso wichtig ist aber, dass durch die Verbreiterung des Oberkiefers ein nach vorne Wachsen des Unterkiefers und dadurch eine Weitung der Atemwege stattfindet – bewiesener Maßen eine Schnarchprophylaxe und damit ein wichtiger Beitrag für die langfristige Gesundheit ihres Kindes.

Die wichtigsten Unterschiede zu einer herkömmlichen kieferorthopädischen Behandlung sind damit:

  • Frühzeitiger Behandlungsbeginn, also sobald die ersten Symptome sichtbar werden und die Mitarbeit des Kindes eine Behandlung ermöglicht.
  • Die Ursachen der Fehlentwicklung werden behoben und die Kiefer eventuell verbreitert. Damit wird ein regelrechtes Gesichts- und Kieferwachstum ermöglicht und Platz für alle Zähne geschaffen.
  • Es geht nicht primär um das Begradigen von Zähnen, sondern um eine harmonische Gesichtsentwicklung (mit schönem Profil), die das Wachstumspotential des Kindes voll ausnutzt und vor allem auch die langfristige allgemeine Gesundheit des Kindes im Blick hat (ganzheitliche Behandlung).
  • Möglichst Vermeiden einer feste Zahnspange mit Brackets und den damit einhergehenden Problemen (Entkalkungen bei schlechter Mundhygiene etc.)
  • Das spätere Festhalten der Zähne in der erreichten Position (Retention) ist bei erfolgreicher Behandlung nur in viel geringerem Maße notwendig, da ja die Ursachen der Zahnfehlstellung beseitig wurden.
  • Regelmäßige Mitarbeit ist bei jeder kieferorthopädischen Behandlung erforderlich. Die Kinder werden von uns ermutigt, selbst die Verantwortung zu übernehmen, ihre myofunktionellen Fehlfunktionen zu korrigieren. Da die Kinder i.d.R. jünger sind, ist zusätzlich die Unterstützung von Seiten des Elternhauses notwendig und sehr wichtig.
  • Die Behandlung dauert länger, vor allem wenn Fehlfunktionen sehr hartnäckig sind. Wenn mit der Behandlung aber sehr früh begonnen werden kann, wird über lange Zeit die Zahnentwicklung nur beobachtet und die Myobrace-Trainingsgeräte nachts zum weiteren Festigen der nun richtigen Mundfunktionen getragen.

Patientenbeispiele

„offener Biss“ vorher – nachher

Wissen

Stellungnahmen der DGKFO

Stellungnahmen der DGKFO

Schiefe Zähne durch die falsche Position der Zunge beim Schlucken

Schiefe Zähne durch die falsche Position der Zunge beim Schlucken

Video: Was ist myofunktionelles Training und wie wirkt es?

Video: Was ist myofunktionelles Training und wie wirkt es?

Dr. Flutter zum Zusammenhang von Mundatmung und Kieferentwicklung

Dr. Flutter zum Zusammenhang von Mundatmung und Kieferentwicklung